Was ist echte Spiritualität?

Viele haben das Gefühl, dass der Weg, auf dem sie sich verändern und entwickeln, endlos ist: Es gibt immer noch ein Muster zu lösen, eine weitere Erkenntnis zu gewinnen – ein langer, Prozess, bei dem man mühsam Stein auf Stein setzt… Häufig taucht nach Jahren ein Muster, das man scheinbar längst gelöst hatte, wieder auf und man fragt sich, ob man jetzt wieder ganz von vorne anfangen muss.

Die Antwort, die Shai Tubali für dieses Problem bietet, vereint die Erleuchtungslehren der großen yogischen Traditionen und die Prinzipen westlicher Psychologie: Er ist der Ansicht, dass es sehr viel Verwirrung in Bezug darauf gibt, was einen echten transformativen Prozess ausmacht.

Shai Tubali differenziert zwischen “Transformativer Spiritualität” und einer “Spiritualität der Selbstverbesserung”. Während letztere bedeutet, dass wir unser jetziges Selbst immer weiter und allmählich verändern – so wandeln wir uns zum Beispiel von einer wütenden Person zu einer, die mehr und mehr lieben kann – bedeutet transformative Spiritualität eine tiefgreifende Revolution unserer Identität an sich.

Jedes Mal, wenn wir unsere Identität ausdehnen und wachsen lassen, so Shai, transzendieren wir unser “altes” Selbst. Dabei zerfällt die gesamte Struktur aus mentalen, emotionalen und Verhaltensmustern, die dieses ausgemacht haben – und zwar mühelos.

Den Weg transformativer Spiritualität kann man sich als einen vorstellen, bei dem die Wurzeln unseres “Baums” der Psyche behandelt werden, statt dass man endlos Äste abschneidet, die schnell wieder nachwachsen.

Shai Tubali hat selbst Methoden entwickelt, die emotionaler Heilung dienen, so etwa die “Expansion-Methode” und “Power Psychologie”. Shai verneint also nicht die Wichtigkeit dessen, dass man bestimmte, hartnäckige Muster behandelt und allgemein psychologische Muster Wandlungsprozesse durchlaufen lässt. Doch stellt er die Transformation unserer Selbstwahrnehmung ist Zentrum.

Denn wie wir uns selbst sehen – wie wir uns selbst in Bezug zum Universum, der Welt, der Gesellschaft und unserer Mitmenschen wahrnehmen – ist die Wurzel all unserer tiefsten Muster und Konflikte. Den Weg transformativer Spiritualität kann man sich als einen vorstellen, bei dem die Wurzeln unseres “Baums” der Psyche behandelt werden, statt dass man endlos Äste abschneidet, die schnell wieder nachwachsen.

Die Wurzeln unserer Verlorenheit und psychologischen Verwirrung sieht er, basierend auf den yogischen Traditionen, in unserem missverstandenen Gefühl für unser eigenen Selbst. Indem wir direkt die Wurzeln behandeln, können wir störende Muster nachhaltig auflösen, und sogar die Möglichkeit emotionalen und mentalen Leidens an sich beenden.

Hier liegt der Treffpunkt zwischen östlichen Doktrinen und dem Besten der westlichen Psychologie: Du erkennst, dass das, was du jetzt schon bist, ein allumfassendes, freies Bewusstsein ist, kein isoliertes, begrenztes und leidendes Ego. Hier beginnt ein ganz anderer Weg der Selbstveränderung in deinem Leben.