Geschrieben von Dr. Nir Brosh

 

Was ist Ihrer Meinung nach Leo Messi, Bill Clinton und den römischen Gladiatoren gemeinsam?

 

Während es zunächst eine schwache Verbindung zwischen einem Profi-Fussballspieler, einem ehemaligen US-Präsidenten und den mächtigen Kriegern zu geben scheint, die in den Arenen der Antike gegen Löwen und Tiger kämpften, mag uns die Gemeinsamkeit unter ihnen überraschen. Sie alle ernähren bzw. ernährten sich hauptsächlich pflanzlich basiert. Wenn also auch die Wege für die Wahl einer pflanzlichen Ernährung ganz unterschiedlich sind und aus unterschiedlichen Gründen entstehen, führen sie alle doch zu den gleichen Ernährungsentscheidungen. Ob es nun darum geht, sich während der Fussball-Saison pflanzlich zu ernähren, um die sportliche Leistung zu steigern, eine lang anhaltende Herzkrankheit zu bekämpfen und zu heilen oder um die Muskelkraft und körperliche Ausdauer zu verbessern.

 

Wenn man das Thema Ernährung betrachtet, kann man oft ziemlich verwirrt werden. Experten empfehlen verschiedene Methoden, und die Forschung kann zu scheinbar gegensätzlichen Schlussfolgerungen gelangen. Es gibt jedoch einen gewissen Konsens, der inmitten all der Verwirrung hervorzustechen beginnt. Es mehren sich die Anzeichen dafür, dass unabhängig vom Ernährungsstil der Menschen, es desto besser für sie zu sein scheint, je mehr pflanzliche Produkte sie konsumieren und je weniger tierische Produkte sie essen.

 

Die Auswirkungen des Konsums tierischer Produkte

Werfen wir zunächst einen Blick auf das, was uns derzeit über den Konsum von tierischen Produkten bekannt ist. Der prominente Biochemiker und emeritierte Professor der Cornell’s University, T. Colin Campbell, führte zusammen mit chinesischen Wissenschaftlern und Experten der Universität Oxford eine Untersuchung durch, die die Ernährungsgewohnheiten der Bewohner des ländlichen Chinas und deren Zusammenhang mit verschiedenen Krankheiten untersuchte.

 

Diese bahnbrechende und beeindruckende Arbeit aus den 1990er Jahren zeigte, dass die chinesischen Dorfbewohner umso mehr Herzkrankheiten und Krebs entwickeln, je mehr tierisches Eiweiß in ihrer Ernährung enthalten ist. Seither haben mehrere Studien zur Ernährung diese Verbindung als gültig erwiesen. Dies führte kürzlich zu der Erklärung der Weltgesundheitsorganisation, dass rotes Fleisch „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen ist“, was bedeutet, dass die Beweise substanziell genug sind, um festzustellen, dass es auf direktem Wege Krebs verursachen kann. Aber es wurde festgestellt, dass nicht nur Krebs mit tierischen Produkten in Verbindung steht, sondern auch andere, sehr häufige Krankheiten wie Diabetes, Herzkrankheiten, ein hoher Cholesterinspiegel, Bluthochdruck und Fettleibigkeit, die alle eng mit dem Verzehr von Fleisch und anderen Quellen von tierischem Eiweiß und Fett zusammenhängen.

 

 

Werde stark mit Pflanzen!

Im Gegensatz dazu gibt es auch einige sehr gute Nachrichten. Wenn Sie zufällig an einer der weit verbreiteten Krankheiten unserer Zeit wie Diabetes, Herzkrankheiten, Bluthochdruck oder Krebs leiden oder eine genetische Neigung zu einer solchen haben, sollten Sie sich vielleicht das Folgende zu Gemüte führen.

Wir haben erwähnt, dass tierische Produkte wie Fleisch, Milchprodukte, Eier und Käse Sie anfälliger für die Entwicklung dieser Krankheiten machen können, aber gleichzeitig kann der Verzehr von mehr Gemüse und Obst, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen, in ihrer natürlichen und unverarbeiteten Form, Sie davor schützen, diese Krankheiten jemals zu entwickeln. Und wenn Sie bereits an einem dieser Gesundheitsprobleme leiden, kann Ihnen eine pflanzliche Ernährung helfen, das Fortschreiten dieser Krankheiten zu stoppen und sogar ihren Verlauf umzukehren.

Eine Ernährung auf pflanzlicher Basis ist auch für diejenigen von uns, die sich „nur“ besser fühlen wollen, und für Sportler, die ihre Spitzenform und körperliche Fitness erreichen wollen, sehr relevant und verlockend.

Der 2018 entstandene Film „The Game Changers“, der u.a. von Regisseur James Cameron, Arnold Schwarzenegger und Tennislegende Novak Djokovic produziert wurde, zeigt, wie bereits eine einzige Mahlzeit, die tierisches Eiweiß enthält, den Blutfluss zu Muskeln blockieren kann, die ihre Funktion behindern, während eine pflanzliche Mahlzeit diese Blutgefäße weit geöffnet hält und körperliche Höchstleistungen ermöglicht. Es überrascht daher nicht, dass sich immer mehr Sportler, die dieses „Geheimnis“ erkennen, für eine Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung entscheiden.

Dies erklärt, warum Leo Messi sich während der Fussball-Saison hauptsächlich pflanzlich ernährt und warum der legendäre Leichtathlet Carl Lewis nach seinem 30. Geburtstag behauptet, dass er sich nach der Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung stärker und schneller als je zuvor fühlte, während andere Athleten normalerweise in diesem Alter bereits in Rente gehen. Er führt auch seinen Weltrekord im 100-Meter-Lauf und seinen persönlichen Rekord im Weitsprung von 8,9 Metern auf seine vegane Ernährung zurück.

Wenn Sie diese Fakten lesen, fragen Sie sich vielleicht selbst: „Aber was ist mit Eiweiß? Nehme ich denn genug Eiweiß mit einer pflanzlichen Ernährung auf?“

 

Die einfache Antwort lautet: Ja, das tun Sie. Und zwar mehr als genug davon. Ein Beispiel: Eine Tasse Sojamilch und ein Erdnussbutter-Sandwich mit Vollkornbrot liefern mehr als ein Viertel der Protein-Menge, die ein Mann mit 80 kg Körpergewicht benötigt, und fast die Hälfte der Proteinmenge, die eine Frau mit 70 kg Körpergewicht pro Tag benötigt. Sie können also davon ausgehen, dass die Versorgung mit genügend Protein hier wirklich kein Thema ist. Sie müssen nur genügend Kalorien in Ihrer Ernährung haben und eine vielfältige Zusammenstellung von Nahrungsmitteln zu sich nehmen, und Sie werden genug Protein in Ihrer Nahrung haben (mehr dazu in einem späteren Artikel). Denken Sie auch an folgende Tatsache: Bei der Analyse der Ernährung der Gladiatoren im alten Rom (mit speziellen biochemischen Methoden, bei denen die Struktur und Zusammensetzung ihrer Knochen analysiert wurde) hat man festgestellt, dass sie sich hauptsächlich von Linsen, Bohnen und Reis ernährten. Ich vermute, dass diese mächtigen Krieger, die in der Arena mit Löwen kämpften, ausreichend Eiweiß in ihrer Nahrung hatten, so dass es keine allzu wilde Annahme wäre zu behaupten, dass auch wir in diesen unseren reichhaltigen Zeiten genug davon in unserer Ernährung haben können.

 

Pflanzliche Nahrung ist gut, Vollwertkost ist besser

Die Umstellung Ihrer Ernährung auf eine pflanzliche Ernährung hat zahlreiche Vorteile, aber wenn Sie noch mehr Nutzen daraus ziehen wollen, sollten Sie vielleicht in Erwägung ziehen, Ihre Nahrung in Form von Vollwertnahrung aufzunehmen. Das bedeutet, dass Sie Ihre Nahrung so unverarbeitet wie möglich essen.

Der Verzehr von Vollkornreis oder Weizen anstelle der weißen und raffinierteren Marken ist ein gutes Beispiel dafür. Die Kombination von echtem, vollem Gemüse und Obst in Salaten, Hauptgerichten und zwischen den Mahlzeiten ist ein weiterer guter Schritt. Das Hinzufügen einer Handvoll Walnüsse oder Mandeln und das Bestreuen Ihres morgendlichen Hafers mit gemahlenen Leinsamen oder Chia-Samen sind ebenfalls wunderbare Möglichkeiten, Ihr Essen mit Geschmack, Abwechslung und gesunden Zutaten zu bereichern.

Abwechslung spielt auch eine wichtige Rolle. Sie möchten, dass Ihr Essen farbenfroh, frisch und lebendig ist, wie ein Fest der Sinne, das vor lebenskraftsteigernder Energie nur so strotzt. Wenn Ihr Essen farbenfroh und reichhaltig ist, sorgen Sie auch dafür, dass Sie eine Vielzahl von Vitaminen und Mineralien aufnehmen. Alles Pflanzenstoffe, die Ihre Immunität und Regeneration unterstützen und Ihr Blut und Ihren Körper von unerwünschten Substanzen und Giftstoffen reinigen. Wie Sie sehen können, ist es eine Win-Win-Win-Situation.

Sie fragen sich vielleicht, ob eine Vollwert-Ernährung auf pflanzlicher Basis nicht eigentlich eine vegane Ernährung ist. In mancher Hinsicht ist sie das, in anderer nicht ganz.

Die Entscheidung, sich vegan zu ernähren, ist eine Herzensangelegenheit. Wenn man das Leiden der Tiere spürt und nicht mehr daran teilnehmen will, dann entscheidet man sich normalerweise dafür, vegan zu werden. Aber bei der veganen Ernährung geht es mehr darum, was man nicht essen soll – nämlich Tiere und tierische Produkte in jeglicher Form, während eine Ernährung auf der Basis von Vollwertpflanzen einen Schritt weiter geht. Während man sich bei einer veganen Ernährung den ganzen Tag und die ganze Nacht über mit Pizza, Hamburgern, Pommes Frites und veganer Margarine ernähren kann, was an sich nicht so gesund ist, wird bei einer Vollwert-Ernährung auf pflanzlicher Basis der Schwerpunkt auch auf Qualität, Vielfalt und eine gesunde Auswahl gelegt. Sie möchten, dass Ihre Ernährung möglichst all die Reichhaltigkeit und die Vorteile beinhaltet, die man aus von unserer üppigen und fruchtbaren Mutter Natur nur erhalten kann? So ist diese Form der Ernährung eine Variante, welche diese Reichhaltigkeit betont, das Leben selbst bereichert und eine große Auswahl verschiedenster Nahrungsmitteln ermöglicht. Es geht um mehr, nicht um weniger.

Fazit

Im Moment ernähren Sie sich vielleicht omnivor, halb-vegetarisch, vegetarisch oder fast vegan. Aber ganz gleich, wie Ihr gegenwärtiger Ernährungsstil aussieht, auch wenn dies etwas entfernt von Ihrer derzeitigen Art zu essen klingt, versuchen Sie, dies als einen wohlgemeinten Wegweiser zu betrachten. Je konsequenter Sie sich für eine pflanzliche Ernährung entscheiden, desto besser ist sie für den Planeten, für die Tiere und natürlich auch für Sie selbst.

 

Wenn Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich an Dr. Brosh unter

n.brosh@human-greatness.com

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